Die Nacht ist zum Schlafen da
Sollte man eigentlich annehmen, aber leider ist das nicht für jeden Arbeitnehmer möglich. Viele Arbeitsstellen verlangen den Einsatz in der Nacht und machen einen normalen Schlaf nicht möglich. Wenn andere Menschen müde in ihr Bett gehen, fängt für die Nachtarbeiter erst der „Arbeitstag“ an. Für den eigenen Körper ist dies nicht von Vorteil. Gesundheitliche Folgen bleiben meist nicht aus.
Der Raubbau am eigenen Körper
Im Grunde weiß man wie wichtig ein guter Schlaf ist. Der menschliche Organismus erholt und regeneriert sich in dieser Phase der absoluten Ruhe. Er kann so gegen Erkrankungen und schädlichen Umwelteinflüssen neue Kraft tanken. Ausgeschlafen ist man auch zu einer bedeutend höheren Leistung fähig. Müde und erschöpft kann ein Tag zur regelrechten Qual werden und ihn auch endlos erscheinen lassen. Wenn andere Berufstätige es sich mit Skatkarten in einer netten Runde gemütlich machen, muss der Schichtarbeiter den Weg zu der Arbeit antreten. Diese Arbeitszeit lässt auch keine Geselligkeit oder die Teilnahme an Abendveranstaltungen zu. So wird der Freundeskreis im Laufe der Zeit immer kleiner und man fühlt sich einsamer.
Je älter man wird um so mehr macht sich diese Arbeitszeit körperlich bemerkbar. In jungen Jahren steckt man diesen Rhythmus noch leicht weg, aber auf Dauer ist es einfach nicht möglich. Studien besagen, dass Schichtarbeiter hohen Risiken ausgesetzt sind. Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen häufen sich und verkürzen die Lebenserwartung dieser Menschen. Zulagen für die Nachtarbeit sind somit auch kein Trost, wenn nicht genügend Lebenszeit verbleibt. Auch für die Beziehung ist es nicht förderlich, da der Partner in der Regel entgegengesetzte Arbeitszeiten hat.